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Die Linde - Königin unter den Bäumen

Eine bestimmte Baumsorte prägt seit jeher das Landschaftsbild unserer Städte und Dörfer. In Städten ist sie häufig entlang weiter Alleen anzutreffen, während sie in ländlicheren Gegenden besonders an Landstraßen oder traditionell am Dorfmittelpunkt gepflanzt wurde. Die Rede ist von der Linde (Tilia) aus der Familie der Lindengewächse (Tilioideae). Auch weil Linden bis zu 1000 Jahre alt werden können, sind sie jeher weit verbreitet und genießen einen fast traditionellen Status. Selbst wenn uns diese Laubbaumart nicht direkt auffällt, kennt jeder Autofahrer die Pollen und klebrigen Tropfen auf seinem Auto, sollte er im Sommer einmal unachtsam unter einer Linde geparkt haben. Das kann natürlich auch Vorteile haben, denn die Linde ist dank ihres dichten Blätterdachs ein guter Schattenspender und für so manche Familie ein beliebter Rückzugsort an heißen Sommertagen. Diese Baumart wird 15 bis 40 Meter hoch und ist hauptsächlich in Norddeutschland beheimatet. Denn Linden brauchen für optimale Wachstumsbedingungen viel Wasser und Regen. Auch im Süden findet man die Linde vereinzelt an Straßen oder in Parks. In Mitteleuropa sind hauptsächlich die Winter- und Sommerlinde anzutreffen. Beide Sorten haben eine wichtige Bedeutung für die Forstwirtschaft und die Imkerei. Denn die Linde ist eine ausgezeichnete Bienenweide. Bei optimaler Bewässerung laben sich die Bienen an den süßen Nektarsäften des laubwerfenden Baumes und die Linde dankt es ihnen, da sie auf Fremdbestäubung angewiesen ist. Nicht nur Bienen, auch anderen Insekten wie Hummeln oder Schmetterlinge bietet die Linde ein reichhaltiges Nahrungsangebot und ist Refugium und Zufluchtsort für viele der kleinen und fliegenden Insekten. Mit ihrem betörenden Duft verzaubert sie jeden Juni nicht nur Insekten, sondern auch die Menschen. Doch die Linde besticht nicht nur mit ihrem einmaligen Duft, ihr Honig ist auch - besonders unter den Stadthonigen - ein allseits bekannter Klassiker.

Ein Baum, zwei Honigsorten

Bei den Honigen der Linde müssen grundsätzlich zwei verschiedene Honigsorten unterschieden werden. Der Lindenblütenhonig, den Bienen aus dem Nektar der Lindenblüten sammeln. An regenreichen, warmen Sommertagen sind die Blüten der Linde besonders ergiebig und erweisen sich als reiche Futterquelle. „Hat die Lind‘ die Füß‘ im Wasser, bringt sie reichlich Honigwasser“ – so oder ähnlich könnte eine alte Imkerweisheit heißen. Der Lindenhonig besteht im Gegensatz dazu zum größten Teil nicht aus Nektar, sondern aus Honigtau. Doch was genau ist eigentlich Honigtau? Lindenbäume beherbergen nicht nur eine große Anzahl an nektarliebenden Insekten, auch Schädlinge leben in ständiger Nachbarschaft der Linden. Besonders die Lindenzierlaus lebt Sommer wie Winter auf den großen Laubbäumen. Sie ernährt sich in erster Linie vom süßen Saft des Baumes und scheidet bei großzügiger Saftaufnahme die unverdaulichen Überschüsse als süße Tropfen aus, die von Insekten aufgenommen werden oder herabtropften und klebrige Flecken auf unseren Autos hinterlassen. Je besser die Witterungsbedingungen, desto mehr Läuse sitzen in den Bäumen und versorgen die Bienen mit reichhaltiger Nahrung in Form von Honigtau. Besonders in der Kühle der ersten Abendstunden ist ein deutlicher Anstieg des Bienenflugs an Lindenbäumen zu vernehmen. Ein leises aber einheitliches Summen in der Baumkrone zeugt von fleißiger Sammeltätigkeit der kleinen Insekten. Denn abends honigen die Linden am stärksten und Millionen der honigtauproduzierenden Läuse werden von unzähligen Bienen angeflogen. Natürlich sammeln Bienen auch Nektar von den Blüten der Linde. Das macht jeden Lindenhonig besonders einzigartig, da die Nektar- und Honigtauanteile je nach Wetter oder Standort variieren und so den Honigliebhabern ein breites Spektrum an Geschmäckern bieten.

Lindenblütenhonig und Lindenhonig im Vergleich

Die zwei Honige der Linde unterscheiden sich aber nicht nur durch ihre verschiedenen Entstehungsarten. Auch in Farbe, Geschmack, Konsistenz und Aroma unterscheiden sich Lindenhonig und Lindenblütenhonig. Der Honig der Lindenblüte zeichnet sich besonders durch seine Farbe aus. Denn reiner Lindenblütenhonig fällt durch seine hellgelb-grünliche Farbe auf, die im cremigen Zustand auch ins weiße oder elfenbeinfarbene wechselt. Sind weitere Blütentrachtanteile im Honig enthalten, kann die Farbe durchaus ins Beige tendieren. Kenner dieser Honigsorte achten besonders auf den grünlichen Farbton, der bei dieser Honigsorte besonders charakteristisch ist und Rückschlüsse auf einen hohen Reinheitsgrad zulässt. Denn auch der Sortenhonig der Lindenblüte enthält meist Honigtauanteile, welcher Farbe, Geschmack und Konsistenz verändert. Lindenblütenhonigs ist in Konsistenz von flüssig bis cremig erhältlich, da der Honig nach längerer Lagerung auskristallisiert und härtet – ein besonderes Qualitätsmerkmal von deutschem Imkerhonig. Wird ein Honigglas Lindenblütenhonig geöffnet, entströmt ein betörender Geruch, der an Menthol oder Pfefferminze erinnern kann. Geschmacklich ist der Lindennektarhonig so vielfältig und unterschiedlich wie in seinen anderen Merkmalen, kräftige bis fruchtige Geschmacksanteile vereinen eine ausgeprägte blumige Süße. Beim Lindenhonig überwiegt hingegen der Anteil des Honigtaus, weshalb er vorwiegend eine dunklere Farbe besitzt als sein Nektarzwilling. Besonders dunkle Gelb- und Orangetöne zeichnen diesen Honig aus und so kann er gut vom Lindenblütenhonig unterschieden werden. Auch geschmacklich besticht der Lindenhonig durch sein würzig-blumiges Aroma, welches besonders gut in Tees zur Geltung kommt. Der Geruch ähnelt dem des Blütenhonigs der Linde, kann aber je nach Bienenstandort unterschiedlich ausgeprägt sein. Ob man nun ein Freund des Honigtauhonigs oder Nektarhonigs ist, hängt von persönlichen Präferenzen ab. In jedem Fall vereint dieser Honig den feinen Geschmack der Blüte mit der Würze des Honigtaus. Dadurch entsteht ein einmaliges und einzigartiges Geschmackserlebnis, das kein Honigliebhaber missen sollte. Und so einzigartig wie jeder Sommer ist es auch der Lindenhonig, der uns jedes Jahr aufs Neue mit seinen Geschmacksnuancen überrascht.

Honig der Linden und seine Wirkung

Lindenhonig sollte stets dunkel gelagert werden, denn durch die Sonneneinstrahlung gehen viele der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe verloren. Die Wirkung des Lindenhonigs wird allerdings nicht nur durch Licht gemindert. Viele Honigfreunde erhitzen ihren Honig, wenn er einmal kristallisiert sein sollte. Möchte man die heilende Eigenschaft seines süßen Goldes behalten, ist es ratsam, den Honig im Wasserbad bei einer Temperatur von maximal 40°C schonend zu erhitzen. Denn das dankt uns nicht nur der Honig, sondern auch unsere Gesundheit. Lindenblütenhonig wird im Volksmund eine schweißtreibende und fiebersenkente Wirkung bei Erkältungskrankheiten nachgesagt. Des Weiteren wirkt er beruhigend und soll bei Schlafstörungen helfen. Vorbeugend unterstützt er unseren Körper besonders während der kalten Wintermonate bei Atemwegserkrankungen und Reizungen im Rachenraum. Seit jeher ist Lindenblütentee mit Lindenhonig ein altbewährtes Hausmittel gegen hartnäckige Bronchitis. In ihrer Wirkungsweise unterscheiden sich Lindenhonig und Lindenblütenhonig nicht sehr stark. So können sich die Liebhaber beider Honigsorten mit voller Inbrunst dem Genuss hingeben, denn auch wenn sich die Honige der Linde in Farbe, Geschmack und Aroma so vielseitig präsentieren, so haben sie doch eines gemeinsam: die gesundheitsfördernde Wirkung der Natur vereint in der Essenz von unzähligen Blüten!

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