Möchtest du unvergleichbaren Heidehonig kaufen?

Hier findest du Honig der Heidepflanzen aus den großen Heideschutzgebieten Deutschlands.

Entdecke die einmalige Konsistenz von Heidehonig und seinen einzigartigen Geschmack. Lass dich von seinem Aroma verzaubern und in die weitläufigen Naturschutzgebiete der Heiden Deutschlands entführen. Bestelle jetzt Heidehonig direkt vom Imker und schütze den Artenreichtum deutscher Naturlandschaften.

Die Lüneburger-Heide – Herkunft des deutschen Heidehonigs

Im größten Heidegebiet Deutschlands blüht ab August eine besonders farbenprächtige Pflanze. Die Besenheide (Calluna vulgaris) prägt das Bild der Lüneburger-Heide und tränkt die Landschaft in ein rosa-lila Blütenmeer. Passend zu ihrem Aussehen leitet sich ihr botanischer Namen „Calluna“ von dem griechischen Wort kallyno für „ich reinige, fege“ ab. Denn dieses kleine krautartige Gewächs wird Besenheide, Heidekraut oder Erika genannt. So vielseitig die Namensgebungen sind, so unterschiedlich sind auch die Vegetationszonen der Besenheide. Von Mittel- bis Nordeuropa ist dieser immergrüne Zwergstrauch verbreitet. Besonders häufig trifft man die Besenheide in vormals eiszeitlich geprägten Gebieten an. Die bevorzugten Lebensräume dieses verholzten immergrünen Zwergstrauchs sind Heiden, Moore, Dünen und lichte Wälder. Das anspruchslose Gewächs gedeiht in den Küstenregionen Frankreichs und Spaniens ebenso gut, wie in Höhenlagen bis zu 2700 Meter. Bevorzugt wächst Besenheide in sonnigen, lichten Standorten auf kalkfreien Sanden oder trockenen, wechselfeuchten Böden. Der Heidestrauch wächst besonders langsam und kann daher ein Alter bis zu 40 Jahren erreichen.

Das größte zusammenhängende Heidegebiet Deutschlands ist der Naturschutzpark der Lüneburger-Heide. Doch nicht nur der farbenfrohe Strauch betrachtet den Naturschutzpark als Heimat und Rückzugsort. Unzählige Bienen fliegen Tag für Tag durch die Landschaft und tragen zum Erhalt von Flora und Fauna des deutschen Naturschutzparks bei. Denn in der Lüneburger-Heide gibt es ca. 400 Imker, die mit ihren Bienenvölkern den Artenreichtum der Region erhalten und nebenbei den besonderen Heidehonig ernten. Die Bienen danken es Ihnen, denn die Besenheide ist eine ausgezeichnete Bienenweide mit einem besonders hohen Anteil an Pollen. Dank ihrer späten Blütezeit von August bis Oktober dient sie den Bienen in dieser kargen Jahresperiode als Nektarspender der besonderen Art. Denn nektarspendende Blütepflanzen werden ab September selten, darum sind die Bienen dankbar, eine so ausgiebige und nektarspendende Trachtpflanze vorzufinden. Prinzipiell wird die Besenweide von verschiedenen Insekten bestäubt. Sollte diese Fremdbestäubung einmal ausbleiben, kann das krautartige Gewächs seine pollenstiele nach außen schieben und sich dank des Windes gegenseitig bestäuben. Das ist zwar weniger effektiv, aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch.

Die Herstellung von Heidehonig

Im Naturpark Lüneburger-Heide halten die meisten Imker ihre Bienen auf traditionelle Art und Weise in geflochtenen Bienenkörben. Das ist vor allem in der Konsistenz des Heidehonigs begründet. Der Honig ist dank seiner geleeartigen Beschaffenheit eine Rarität und hebt sich von allen anderen Sortenhonigen ab. Das mag ein Grund dafür sein, warum hauptsächlich Honigliebhaber Heidehonig kaufen und seine einmalige Konsistenz zu schätzen wissen. Doch wie entsteht diese geleeartige Konsistenz? Nur schon mal vorab – Heidehonig zu Ernten ist eine „Heidenarbeit“, denn der Honig ist sehr reich an eiweißhaltigen Blütenpollen, die ihm eine thixotrope, geleeartige Konsistenz geben. Dadurch kann ihn der Imker nicht einfach aus den Waben herausschleudern, wie es bei anderen Honigsorten der Fall ist. Heidehonig wird daher oftmals nicht als „Honig im Glas“ sondern direkt in der Wachswabe als sogenannter Scheiben- oder Wabenhonig angeboten. Das spart dem Imker den beschwerlichen Schleuderprozess des geleeartigen Honigs. Doch das „ausbeißen“ oder „auszuzeln“ von Honigwaben ist nicht jedermanns Sache.

Eine weitere Möglichkeit den Honig aus seiner Wachshülle zu bekommen ist daher das Auspressen der Waben. Bei diesem Verfahren bekommt der Honig dank der Rückstände von Wachs und Pollen einen besonders herben Geschmack. Die herkömmlichste Methode, so aufwendig sie auch sein mag, ist das ausschleudern der Honigrahmen. Dabei muss der Imker die Waben zuerst auf 25°C erwärmen, um die Thixotropie aufzuheben. Anschließend werden die Wabenrähmchen entdeckelt und mit einer Stachelwalze aufgestochen – in der Imkersprache „gestippt“. Durch das stippen der einzelnen Honigzellen hebt man die geleeartige Konsistenz des Honigs kurzzeitig auf und er kann geschleudert werden. Die Konsistenz des Heidehonigs ist davon abhängig, wie hoch der Nektaranteil weiterer gesammelter Blütepflanzen ist. Der Honig der Besenheide an sich ist für die Bienen ein reichhaltiger Pollenspender, eignet sich aber wegen seines hohen Anteils an Ballaststoffen nicht als Winterfutter. Denn ähnlich wie der ballaststoffreiche Waldhonig bringt der Honig die Verdauung der Bienen durcheinander – ein gestörte Winterruhe oder Krankheiten durch Kot im Bienenstock sind die Folge. Imker entnehmen daher gegen Ende des Sommers den gesammelten Honig und ersetzen ihn durch anderen Honig oder füttern die Völker manuell auf.

Heidehonig – ein unvergleichbarer Genuss.

Heidehonig ist nicht jedermanns Sache, aber Honigkennern schätzen ihn besonders wegen seiner ungewöhnlichen Konsistenz und seines einmaligen Geschmacks. Sein kräftiges, würziges Aroma macht ihn zu einem ganz besonderen Gaumenschmaus, als Einsteigerhonig ist er aber nur selten geeignet. Die herbe Geschmacksnote ist durch einen hohen Anteil an Besenweidepollen bedingt. Befinden sich weitere Trachtpflanzen im Honig kann dieser im Geschmack etwas milder sein. Dies variiert von Standort zu Standort und Bienenvolk zu Bienenvolk – denn jeder Honig und jeder Jahrgang ist einzigartig. Die Farbnoten des Heidehonigs können dabei von gelb-rötlich, hellbraun bis bernsteinfarben changieren. Eine weitere Charaktereigenschaft des Honigs ist, dass er vergleichsweise lange flüssig bleibt. Er kandiert nur sehr langsam und ist selbst im auskristallisierten Zustand von manchen Kunden noch besonders gefragt. Wie beim Rapshonig kann der Imker durch fleißiges rühren einen feine Kristallisation erreichen. Dadurch wird der Honig cremig und die winzigen Zuckerkristalle können auf der Zunge ihr volles Geschmacksspektrum entfalten. Im Gegensatz zu den meisten anderen Honigsorten darf Heidehonig einen erhöhten Wasseranteil von bis zu 21% enthalten. Denn seine Inhaltsstoffe stellen sicher, dass der Zucker nicht vorzeitig vergärt und machen den Honig trotz des hohen Wassergehalts für lange Zeit haltbar. Auch wenn dieser Honig geschmacklich etwas gewöhnungsbedürftig ist, so ist er nicht nur Aufgrund seiner Süße und seines einmaligen Aromas eine echte Besonderheit.

Ist Heidehonig gesund?

Schon zu Zeiten der Römer war Heidehonig eine willkommene Delikatesse. Doch Heidehonig besticht nicht nur durch seinen unverwechselbaren Geschmack, sondern wird auch wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung geschätzt. Die Glucoseoxidase-Werte, die besonders gut gegen Bakterien und Pilze wirken, sind zwar verglichen mit anderen Honigsorten eher gering. Nichts destotrotz wird Heidehonig eine heilsame Wirkung gegen Arthrose, Rheuma und Blasenerkrankungen zugeschrieben. In manchen Fällen soll er sich sogar gegen anhaltende Müdigkeit bewährt haben. Diese gesundheitsfördernde Wirkung macht Heidehonig zu einem effektiven Hausmittel. Leider gibt es Heidehonig meist nicht lokal beim Imker ums Eck zu kaufen, da dieser Honig in Deutschland fast ausschließlich im Naturschutzgebiet der Lüneburger Heide gewonnen wird. Durch den Kauf von Heidehonig unterstützt du die dortigen Imker und trägst dazu bei, das traditionsreiche Hobby der Heideimkerei zu erhalten.

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