Du möchtest Lavendelhonig kaufen?

Sortenreiner Lavendelhonig wird leider nur im Ausland geerntet und muss von weither importiert werden.

Wenn du stattdessen lieber leckeren regionalen Honig von Nebenan kaufen möchtest, bist du bei uns genau richtig. Unsere Imker liefern dir den Honig versandkostenfrei direkt in den Briefkasten. Durch deinen Honigkauf unterstützt du Imker und Bienen aus deiner Umgebung und trägst zu einer grünen und blühenden Nachbarschaft bei.

Lavendel der Provence

Lange lilablaue Reihen ziehen sich bis zum Horizont durch die französische Provence. Die großen Lavendelfelder prägen nicht nur das Landschaftsbild, sondern zieren Postenkarten und sind Touristenmagnet zugleich. Dabei war der echte Lavendel ursprünglich überall in den Mittelmeer Regionen an trockenen, warmen und felsigen Hängen von Dalmatien, Griechenland bis in die Toskana beheimatet. Mit den Benediktiner-Mönche reiste er immer weiter nördlich der Alpen, wurde kultiviert und wilderte mit der Zeit aus. Da der echte Lavendel (Lavandula angustifolia) winterfest und dank einer dichten Schneedecke vor strengem Frost geschützt ist, überlebt er auch mühelos in den kalten Wintermonaten Mitteleuropas. Doch in Deutschland hat diese Pflanze kommerziell keine Bedeutung. Das einzige Anbaugebiet Europas mit einer nennenswerten Massentracht befindet sich in der Provence. Dort wird der Lavendel seit etwa hundert Jahren im großen Stil kultiviert. Der graufilzige, behaarte und stark aromatische Strauch wird dort zur Gewinnung von Duftstoffen angebaut. Aus seinen Stängeln wird das besonders duftende Lavendelöl gewonnen, das in der Parfümerie einen hohen Stellenwert besitzt. Neben echtem Lavendel findet man auch immer wieder andere Sorten wie Aspik-Lavendel und Lavandin, eine Hybridform der ersten beiden Sorten. So vielseitig wie die Lavendelsorten ist auch der französische Honig, der im großen Stil mit einer Vielzahl an Bienenvölkern kommerziell geerntet wird. Erntezeit ist in der Regel von Ende Juni bis in den späten August hinein.

König der Provence

Imker und Lavendelbauern leben seit Jahrhunderten im Einklang miteinander. Die Landwirte achten darauf, die Blüten nicht zu früh zu schneiden, damit den Bienen ausreichend Zeit für die Nektarernte bleibt. Denn französischer Lavendelhonig (Miel de Lavande) ist trotz der groß-imkerlichen Völkerzahl kein Massenprodukt. Die Witterung muss passen, es darf weder zu trocken noch zu heiß sein, aber auch nicht zu feucht, da sonst der Bienenflug ausbleibt. So unterschiedlich wie die verschiedenen Bienenstandorte, sind auch Geschmack und Farbe des Honigs. Sein Farbspektrum variiert von sehr hell, fast weiß, elfenbeinfarben bis hin zu strohgelb. Je dunkler die Farbe, desto intensiver der Geschmack. Dieses liebliche, leicht würzige Aroma mit blumigem Beigeschmack ist besonders bei Kennern sehr beliebt und als französische Delikatesse bekannt. Begeisterte Anhänger, die gerne Lavendelhonig kaufen und die süße Spezialität zu schätzen wissen, bezeichnen ihn gar als den König der Provence – den König unter den Honigen. Er besitzt eine cremige, streichzarte Konsistenz und eignet sich besonders gut zum Süßen von Desserts. Weil dieser Honig rasch auskristallisiert, wird er vom Imker durch stetiges Rühren cremig geschlagen. Dank seines feinen blumigen Aromas passt er besonders gut zu Süßspeisen jeglicher Art. Selbst wenn der Honig aus dem Nektar des Lavendels besteht, so besitzt er nicht dessen Geschmack oder heilwirksame Eigenschaften. Aber auch Lavendelhonig besitzt dank der ätherischen Öle im Lavendel eine gewisse Wirkung die mit seiner Trachtpflanze einhergeht. Dem Honig wird eine beruhigende Wirkung zugeschrieben und so kommt er besonders bei Schlafstörungen zum Einsatz. Ebenfalls bei Nervosität, Kopfschmerzen und Schmerz findet dieser Honig in der Volksmedizin Verwendung. Des Weiteren werden ihm auch krampflösende Eigenschaften nachgesagt. Doch wer nicht auf Honig aus seiner Region verzichten möchte und nur ungern zu importierten Honigen greift, der sei beruhigt.

Lavendelhonig selber machen

Es ist möglich einen „falschen“ Lavendelhonig selber herzustellen, wenn man beispielsweise aus ökologischen Gründen keinen französischen Lavendelhonig kaufen möchte. Dafür nimmt man etwa 500 Gramm flüssigen und geschmacklich dezenten Blütenhonig aus seiner Nachbarschaft sowie einen Esslöffel getrockneter oder drei Esslöffel frischer Lavendelblüten aus dem Garten. Es reicht nicht aus, den Honig von Nebenan einfach mit Lavendel zu vermengen. Um die Inhaltsstoffe des Lavendels freizusetzen, muss der Honig auf bis zu 40°C erhitzt werden. Dabei darf diese Temperaturgrenze nicht überschritten werden, da sonst die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe und Enzyme verloren gehen, die den Lavendelhonig so gesund machen. Hat man die Blüten mit dem Honig vermengt, lässt man die Mischung abkühlen, ein paar Tage stehen und passiert den vermengten Blütenhonig vorsichtig durch ein feines Sieb, um die restlichen Blütenanteile aus dem Honig zu entfernen. So lässt sich ein aromatischer, nach Lavendel schmeckender Honig direkt aus der Region genießen. Dieser hat zwar nicht dieselbe gesundheitsfördernde Wirkung wie echter Lavendelhonig aus der Provence, ist jedoch dank kurzer Transportwege auf jeden fall die ökologischere Alternative. Ganz nebenbei sichert man durch den Honigkauf bei lokalen Bienenhalter die Artenvielfalt seiner Region und erhält seine grüne und lebenswerte Nachbarschaft.

Wann ist Lavendelhonig Bio?

Die Bio-Reglements in der Imkerei orientieren sich in erster Linie an Nachhaltigkeit und einer artgerechten Bienenhaltung. Doch wie hält man Bienen artgerecht? Imker müssen darauf achten, bei ihren Bienenbehausungen ausschließlich natürliche Werkstoffe wie Holz zu verwenden, statt beispielsweise Bienenbeuten aus Styropor. Auch die Farbe des Anstrichs darf keine Rückstände im Honig hinterlassen und muss für Bienen unbedenklich sein. Da sich nicht alle Honige als Winterfutter eignen, dürfen die kleinen Flugkünstler zwar mit Zuckerwasser gefüttert werden, aber auch hier gelten strenge Auflagen. Nur Zucker aus biologischem Anbau darf als Winterfutter verwendet werden. Hinzu kommen noch weitere Vorschriften. So muss beispielsweise der Bienenstandort laut der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau so gestaltet sein, dass „im Umkreis von drei Kilometern um den Standort Nektar- und Pollentrachten im Wesentlichen aus ökologischen/biologischen Kulturen und/oder Wildpflanzen und/oder Kulturen bestehen, die nach Methoden mit geringer Umweltauswirkung behandelt werden“. Erst dann wäre Lavendelhonig nach den strengen deutschen Richtlinien Bio. Das gilt auch für alle anderen in Deutschland vertriebenen Honigsorten. Die Umstellung ist für viele Hobby- oder Kleinimker mit geringer Völkeranzahl oftmals nicht rentabel. Teure Zertifizierungen, die Umstellung im Imkereiablauf und regelmäßige Mehrkosten machen das Imkern nach biologischen und ökologischen Vorgaben uninteressant. Es lohnt sich meist erst ab einer semi-professionellen Bienenvolkanzahl von 30 Völkern. Lavendelhonig wird hauptsächlich von Großimkern geerntet, diese können die Vorgaben leichter umsetzen als kleinere Imker. Deshalb findet man in vielen Supermärkten importierten Bio-Lavendelhonig aus der Provence. Ohne Frage ein wohlschmeckender Honig, doch regionaler Honig vom Imker Nebenan steht ihm geschmacklich in nichts nach!

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