Möchtest du würzigen Fichtenhonig kaufen?

Hier findest du Fichtenhonig aus den Wäldern deiner Umgebung.

Erlebe den unvergleichlichen Geschmack von Fichtenhonig! Unsere Imker schicken dir den Honig direkt in deinen Briefkasten – ganz ohne Versandkosten oder Mindestbestellmenge. Durch deinen Honigkauf unterstützt du die Artenvielfalt deiner Wälder und die Imker deiner Region.

Majestätische Ehrfurcht und friedliche Glückseligkeit

Ein Sparziergang durch die ausgedehnten Wälder Deutschlands: ein angenehmer Duft nach feuchten Waldboden und Harz steigt einem in die Nase und erfüllt so manchen Wanderer mit einem Gefühl friedlicher Glückseligkeit. Verursacher des harzig-herben Waldgeruchs ist die Fichte. Lateinisch Picea genannt, wird dieser immergrüne Nadelbaum der Familie der Kieferngewächse zugerechnet. Aufgrund ihrer rotbraunen Rinde wird die Fichte umgangssprachlich auch „Rottanne“ genannt. Mit ihren Wipfeln kann sie 60 bis 80 Meter über den Waldboden aufragen und erzeugt bei vielen Naturfreunden majestätische Ehrfurcht. Die Fichte ist Europas häufigster Nadelbaum und ist von den flachen Ebenen Norddeutschlands bis in die Gebirgslagen der Alpen Süddeutschlands heimisch. Für die inländische Forstwirtschaft ist die gemeine Fichte die wichtigste Baumart und wird wegen ihrer Ergiebigkeit auch als „Brotbaum“ der forstwirtschaftlich betriebenen Wälder bezeichnet. Die meisten Fichtenwälder sind künstlich geschaffen, werden teilweise abgeschlagen und aufgeforstet. Dank ihrem raschen Wachstum, dem geringen Ansprüch an Boden und Umgebung sowie der ausgezeichneten Verwendbarkeit ihres Holzes, nimmt die gemeine Fichte einen festen Platz ein. Nicht nur in Wäldern, sondern auch in unseren Wohnungen – als günstiges aber dennoch langlebiges Möbelholz. Die Fichte besitzt eine holarktische Verbreitung, d.h. ihr Vorkommen begrenzt sich auf die nördliche Hemisphäre.

Wie entsteht Fichtenhonig?

Reiner Fichtenhonig zählt zu den Waldhonigen und besteht wie Tannenhonig aus Honigtau. Nach regenreichen Tagen gefolgt von warmem Sonnenschein fühlen sich die Blattläuse (Lachnidae) besonders wohl und saugen mit Hingabe an der Rinde und Nadeln der Fichte. Einen Teil der dabei aufgenommenen Pflanzensäfte können sie selbst nicht verwerten und scheiden sie daher als süße, flüssige Tröpfchen aus. Diese Ausscheidungen, Honigtau genannt, werden von Bienen und anderen Insekten gesammelt. Die Bienen transportieren den süßen Läusesaft zurück in ihren Bienenstock, wo sie ihn zu geschmacksintensiven Fichtenhonig weiterverarbeiten. Damit die Fichten überhaupt erst zu honigen anfangen, muss zuvor ausreichend Regen fallen, gefolgt von einer warmen Hitzeperiode. Denn nur dann können Bienen fliegen und die Läuse geben sich vollends den lebensspendenden Säften der Fichte hin – der Anfang der Entstehung von vollmundig und kräftigem Fichtenhonig.

Fichtenhonig – ein unvergleichlicher Geschmack

Der Honig aus den Baumsäften der gemeinen Fichte hat stets eine flüssige Konsistenz. Das liegt an einem Ungleichgewicht zwischen den Zuckerarten Glukose und Fruktose im Honig. Blütenhonige besitzen fast immer einen hohen Anteil an Traubenzucker, weshalb der Nektarhonig aus Blüten relativ schnell auskristallisiert. Dagegen überwiegt im Waldhonig das Verhältnis zum Fruchtzucker und so bleibt Fichtenhonig teilweise bis zu einem Jahr flüssig, ohne grobe Zuckerkristalle zu bilden. Die Konsistenz von Waldhonig ist immer abhängig von den Anteilen an Blütennektar im Honig. Die Farbe des Fichtenhonigs kann von rotbraun bis dunkelbraun variieren, sticht aber durch ihren bräunlichen Farbton immer unter den anderen, helleren Honigsorten hervor. Besonders charakteristisch ist der Geschmack des Fichtenhonigs. Er zeichnet sich durch eine kräftige Würze mit malzigem Beigeschmack aus. Bei Honigkennern wird reiner Fichtenhonig besonders wegen dieser einzigartigen Geschmacksnuance geschätzt. Er mag zwar kein gängiger Sortenhonig sein, zählt aber dennoch zu den Klassikern der Waldhonige und ist aus vielen Küchenregalen nicht mehr wegzudenken.

Fichtenhonig selber machen

Honig ist das älteste Süßungsmittel überhaupt, doch wird er auch heute immer öfter wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung als Alternative zum gemeinen Raffinadezucker verwendet. Kombiniert man die heilwirksamen Eigenschaften der Fichte mit der des Honigs, bekommt man ein effektives Hausmittel in die Hand, um der winterlichen Erkältungswelle den Kampf anzusagen. Neben dem echten Fichtenhonig kann man auch mit Hilfe junger Fichtentriebe einen gesunden Fichtensirup herstellen. Sehr viel besser noch wirkt dieser „falsche“ Fichtenhonig natürlich, wenn er statt mit Zucker mit echten Honig hergestellt wird. Denn Honig besitzt viele gesundheitsfördernde Inhaltstoffe wie entzündungshemmende Inhibine, die in Kombination mit den ätherischen Ölen der Fichte eine besondere Wirkung entfalten. Dafür nimmt man einfach 500g Blütenhonig aus seiner direkten Nachbarschaft und 100 Gramm junger Fichtentriebe. Beim Sammeln der Triebe ist es besonders wichtig darauf zu achten, nicht den Kronentrieb abzureißen, da die jungen Fichten sonst nicht weiter wachsen können und absterben. Um den Honig schonend zu verflüssigen wird er vorsichtig bis max. 40°C erhitzt und mit den Fichtentrieben gemischt. Anschließend sollte man dem Honig eine Ruhezeit von etwa einer Woche geben, damit die Fichtenzweige Zeit haben ihre ätherischen Öle und Aromastoffe an den Honig abzugeben. So ist man für die winterliche Grippewelle bestens gerüstet! Denn echter oder selbstgemachter Fichtenhonig soll besonders gut bei Erkältungskrankheiten helfen, wirkt schleimlösend und erleichtert das Abhusten. Gelöst in lauwarmen Fencheltee ist er durchaus ein effektives und wirksames Instrument, um den Beschwerden einer Erkältung zuvor zu kommen. Und hat man dabei einen Honig aus der Nachbarschaft, so kuriert man nicht nur seinen eigenen Husten sondern unterstützt gleichzeitig auch lokale Bienenhalter. So hilft man seinerseits nach der langen winterlichen Grippezeit den Bienen, die im Frühjahr die Blütenmeere der Natur bestäuben und unsere bunte und lebenswerte Umgebung erhalten.

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