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Die Geschichte des Buchweizens

„Perwy blin – komom“ - der erste Blini wird immer ein Klumpen, so lautet ein russisches Sprichwort. Frei interpretiert bedeutet das in etwa: „ Aller Anfang ist schwer“. Genauso verhält es sich beim Buchweizenhonig. Entweder entwickelt sich eine tiefe Liebe zwischen dieser Honigsorte und seinem Verkoster, oder die Schleckermäuler nehmen schleunigst reis aus. Denn Buchweizenhonig ist nicht jedermanns Sache. Doch was hat es mit diesem speziellen Honig auf sich? Buchweizen (Fagopyrum) ist ein Knöterichgewächs und wurde wohl als erstes in China kultiviert und angebaut. Dabei ist Buchweizen gar kein richtiger „Weizen“ – er wird nicht einmal dem Getreide zugerechnet. Das Mehl der Buchweizensamen ist zum Backen nicht geeignet. Denn ihm fehlt der wichtige Eiweißkleber, das Gluten. Seine kleinen, dreikantigen und dunklen Samen erinnern an die auch bei uns seit jeher bekannten Bucheckern, die Früchte der Buchen. Trotz dieser vertrauten Namensgebung hat die kleine krautige Pflanze bei uns eine noch gar nicht so lange Tradition. In Mitteleuropa wurde sie im 17. und 18. Jahrhundert kultiviert und ist seitdem zu einem festen Bestandteil vieler traditioneller Gerichte geworden. Im Jauntal (Österreich) wurde Buchweizen im 15. Jahrhundert erstmals namentlich erwähnt und findet dort bis heute in den traditionellen „Hadn“ (Buchweizenknödel) Verwendung. Und auch in deutschen Buchweizenpfannkuchen „Plinsen“ oder den russischen „Blini“ kommt Buchweizenmehl bis heute noch zur Anwendung. Es ist nicht verwunderlich, dass Buchweizen hauptsächlich in osteuropäischen Ländern wie Russland, Kasachstan und der Ukraine angebaut wird. Denn in unseren Breitengraden wurde das anspruchslose Gewächs im 18. Jahrhundert von der Kartoffel verdrängt, die auf kargen Böden ebenso gut gedeiht, jedoch einen höheren Ertrag abwirft. Die letzten Buchweizenfelder Deutschlands findet man heutzutage größtenteils in Schleswig-Holstein. Und wenn man es lässt, hat es dieses unscheinbare Gewächs in sich. Jede Pflanze besitzt bis zu 1800 Blüten und bietet Bienen eine reich gedeckte Tafel an Nektar und Pollen. Den üppigen Tisch deckt der Buchweizen aber nicht umsonst, denn er ist auf die Fremdbestäubung durch Insekten angewiesen. Allerdings sind die Anbaugebiete beschränkt und deshalb zählt Buchweizen nicht zu den klassischen Massentrachten wie beispielsweise Raps oder Löwenzahn. Seine Blütezeit zieht sich von Juli bis August und mit seinen rosa Blüten produziert er besonders in den frühen Morgenstunden jenen süßen Blütensaft, den Bienen so lieben. Sie fliegen bereits unmittelbar nach der Morgendämmerung aus, um sich an den Nektarsäften der Buchweizenblüten zu laben. Wild wächst der Buchweizen vorzugsweise auf weichen Sandböden und ausgedehnten Heidegebiete, daher wird er auch „Heidekorn“ genannt. Buchweizen ist eine kleine Pflanze, die besonders im Honig seine Veredelung findet – „klein aber oho“.

Am Buchweizenhonig scheiden sich die Geschmäcker

Die Einen können nicht genug davon bekommen, den Anderen ist der für Honig untypische Geschmack ein Graus. Er bezirzt seine Anhänger mit einem stark ausgeprägten Aroma, das sogar die meisten Waldhonige übertrifft. Weshalb diese Sorte für Honig-Anfänger eher nicht geeignet ist. Dank seiner herben und stark getreideartigen Geschmacksnoten findet er dennoch bei vielen Kennern höchsten Anklang. In der Regel besitzen Honige aus Blütennektar eine hellere Farbe als ihre Verwandten, die Honigtauhonige. Weswegen man sich beim Buchweizenhonig schon mal im Honig vergreifen kann, denn seine dunkelbraune, fast schwarze Farbe lässt eher einen dunklen Waldhonig vermuten. Seine Konsistenz ist zähflüssig und der Honig kandiert mit der Zeit sehr grobkristallin aus. Dadurch wird die Farbe zusätzlich dunkler und mündet schließlich in einem zartbraunen Schwarz. Buchweizenhonig besticht besonders durch seinen hohen Anteil an Eisen, er hat jedoch wie jeder Honig weitere gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Typischerweise kommt Buchweizenhonig in der Weihnachts- und Lebkuchenbäckerei zum Einsatz, wo der seltene Honig dank seines markanten Geschmacks besonders gut zur Geltung kommt. Doch Honig vom Buchweizen punktet nicht nur durch seinen einzigartigen wie gewöhnungsbedürftigen Geschmack.

Buchweizenhonig und seine Wirkung

Möchte man sich und seinen Kindern bei einer drohenden Erkältung etwas Gutes tun, so ist Buchweizenhonig der Gesundheit immer förderlich. Denn Buchweizenhonig ist gesund und wirkt bei Husten fast genauso effektiv wie herkömmlicher Hustensaft. Laut Ian Paul, Leiter einer Studie der Pennsylvania State University, stillt Buchweizenhonig dank seiner antiseptischen Wirkung den Hustenreiz sogar besser als herkömmlicher Hustensaft mit Dextromethorphan. In einer US-Studie wurde dazu 105 Kindern im Alter von zwei bis siebzehn Jahren Hustensaft und Buchweizenhonig verabreicht. Das Ergebnis war verblüffend. Der Honig linderte nicht nur die Hustensymptome sondern verbesserte auch den Schlaf der kleinen Probanden. Dank seiner Süße und Konsistenz wird er von Kindern oft sogar noch lieber eingenommen als Hustensaft. Denn mit Honig verbinden wir meist schöne und positive Erinnerungen. Er ist weit mehr als nur ein gesunder Zuckerersatz oder geschmackvoller Brotaufstrich. Um Hustenreiz erfolgreich zu lindern ist lauwarmer Tee mit Buchweizenhonig sehr förderlich. Dabei eignen sich besonders Kräutertees wie Thymian, Anis oder Fenchel. Allerdings sollte man darauf achten, den Tee nicht zu heiß zu servieren, da der Honig im Tee sonst viel seiner gesundheitsfördernden Wirkung verliert. Denn wichtige Inhaltsstoffe zerfallen bereits bei Temperaturen von über 40°C. Auch Dr. Renz-Polster, Dozent am Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg, weiß um die heilende und lindernde Wirkung von Buchweizenhonig. Das süße Gold in Milch aufgelöst kann bei beginnendem Husten sowohl zur Lösung desselben beitragen, als auch den Hustenreiz lindern. Wie man den Honig am besten zu sich nimmt, bleibt jedem selbst überlassen. Fest steht, dem Buchweizenhonig steht auch hinsichtlich seiner gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe ein fester Platz in den Küchenschränken zu – völlig zu Recht.

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